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SimCorp GmbH / Internationale Studie: 41 Prozent der gesamten Branche mit einer Kostenquote von 99 % oder höher arbeiten.
By Martin | September 14, 2009
Bad Homburg (ots) – Die Investment-Management-Industrie durchläuft
eine der schwierigsten Zeiten in ihrer jüngeren Geschichte. So ergab
eine vom SimCorp StrategyLab durchgeführte, weltweite Studie, dass
beachtliche 41 % der gesamten Branche mit einer Kostenquote von 99 %
oder höher arbeiten. Die finanziellen Top-Performer der Industrie
wenden meist systematische Kostensenkungsmethoden wie Business
Process Improvement (BPI) oder Lean Six Sigma an. Kostenkennzahlen
sind zu einem entscheidenden Faktor geworden, der im gesamten
Spektrum der Asset-Manager über Erfolg oder Misserfolg entscheidet,
meint der Direktor des SimCorp StrategyLab, Professor Ingo Walter.
Knapp die Hälfte (43 %) der in der Global Investment Management
Cost Survey 2009 befragten Investmentgesellschaften haben in den
letzten zwei Jahren Kostensenkungsprojekte durchgeführt. Davon zielte
mehr als die Hälfte (55 %) auf die Reduzierung der Personalkosten ab.
Von allen untersuchten Unternehmen konnten durchschnittlich nur 41 %
die erzielten Kosteneinsparungen über einen Zeitraum von mehr als
zwölf Monaten aufrecht erhalten.
Es gibt Anlass zu ernster Besorgnis, dass fast drei Viertel (73 %)
der befragten Unternehmen keine systematische Kostensenkungsmethode
anwenden – und dies, obgleich 72 % angeben, dass das
Kosten-Management aufgrund des gegenwärtigen Marktumfelds etwas oder
erheblich an strategischer Bedeutung gewonnen hat.
Wie aus den Ergebnissen außerdem hervorgeht, überprüfen die
effizientesten Investmentgesellschaften mit einer Kostenquote
unterhalb von 85 % alle sechs Monate mit Hilfe von
Kostensenkungsmethoden wie BPI oder Lean Six Sigma ihre
Kostenstrukturen und halten bei ihren Kostensenkungsprojekten, die in
der Regel auf 7 bis 12 Monate ausgelegt sind, Rücksprache mit
externen Beratern. In Bezug auf die Investmentstrategie lässt sich
aus den Ergebnissen schließen, dass die
Investment-Management-Gesellschaften mit der besten Kostenquote eine
aktive Aktien- oder Multi-Boutique-Anlagestrategie verfolgen. “Die
Daten scheinen darauf hinzudeuten, dass
Investment-Management-Gesellschaften, die ein Konzept der
kontinuierlichen Kostenoptimierung anwenden, finanziell am besten
dastehen. Dies trifft auch auf die bestgeführten Unternehmen im
Fertigungsbereich (z. B. Toyota) zu, die intensive Nutzer von BPI-
und Lean Six Sigma-Methoden sind; auch sie gehören tendenziell zu den
Top-Performern in ihren jeweiligen Industriesegmenten”, meint
Kosten-Management-Spezialist Professor Michael Pinedo von der Stern
School of Business, New York University.
Mit Blick in die Zukunft sind 71 % der Ansicht, dass der
zunehmende Wettbewerb den Druck verstärken wird, die betrieblichen
Kostenstrukturen zu überdenken; 66 % gehen davon aus, dass
aufsichtsrechtliche Veränderungen eine Kostenrestrukturierung
erfordern werden. 61 % rechnen zudem mit einem wachsenden Druck von
Aktionären und Investoren. Quer durch die Branche scheint sich die
Auffassung durchzusetzen, dass eine Automatisierung der Prozesse im
nächsten Dreijahreszeitraum die wichtigste Kostensenkungsstrategie
sein wird (41 %). Dafür spricht auch, dass 46 % höhere
Kosteneffizienz, optimierte Prozesseffizienz und höhere betriebliche
Effizienz durch Automatisierung als wichtigste künftige
Kostenmanagement-Aspekte einschätzen.
Professor Ingo Walter, Direktor des SimCorp StrategyLab,
kommentiert die Umfrageergebnisse wie folgt: “In den äußerst
angespannten Finanzmärkten der letzten Jahre sind Kostenniveaus und
Strukturen der Asset-Management-Industrie in den Mittelpunkt gerückt,
da Kunden genauer als bisher auf die Effizienz und Wertentwicklung
ihres Portfolios achten. Kostenquoten sind inzwischen ein
ausschlaggebender Faktor, der bei den Anlageverwaltern die Spreu vom
Weizen trennt. Sie entscheiden über die Größe des verwalteten
Vermögens ebenso wie über die Profitabilität der Unternehmen, die
dieses Vermögen verwalten. Dieser Trend dürfte sich auch künftig
fortsetzen. Nur wenige statistische Ergebnisse im modernen
Finanzwesen schlagen sich so ausdauernd und hartnäckig nieder wie der
Einfluss von Ausgaben, beispielsweise auf die gesamte
Fonds-Performance über eine Reihe von Finanzmarkt-Zyklen. Deshalb
fallen Produkt- und Prozesskosten in den
Vermögensverwaltungsgebühren, die Kunden berechnet werden, immer
stärker ins Gewicht.”
Die weltweite Kostenstudie in der Investment-Management-Industrie
wurde vom SimCorp StrategyLab initiiert und vorbereitet. Die
Befragungen wurden von The Nielsen Company durchgeführt. Die Studie
basierte auf 100 CATI-Befragungen unter Teilnehmern, die aus
Investment-Management-Unternehmen auf der ganzen Welt zufällig
ausgewählt wurden. Der Tätigkeitsschwerpunkt der kontaktierten
Personen lag im Kosten-Management, und/oder sie hatten die
strategische Verantwortung und/oder Entscheidungsbefugnis im
Kosten-Management; bei allen handelte es sich um Mitglieder des
Aufsichtsrats oder des Vorstands. Die Befragungen wurden im Juni und
Juli 2009 durchgeführt.
Die Ergebnisse der weltweiten Kostenmanagement-Studie können unter
www.simcorpstrategylab.com heruntergeladen werden. Als weitere
wichtige Publikationen wird das SimCorp StrategyLab 2009 zwei Bücher
und eine Reihe weiterer Studien veröffentlichen.
SimCorp StrategyLab
SimCorp StrategyLab ist ein unabhängiges Forschungsinstitut unter
der Leitung von Herrn Ingo Walter und Seymour Milstein, Professor of
Finance, Corporate Governance and Ethics an der Stern School of
Business (New York University). Das SimCorp StrategyLab konzentriert
sich in seiner Forschungsarbeit darauf, Wege zu finden, um Risiken zu
mindern, Kosten zu reduzieren und Wachstum im Investment Management
zu ermöglichen.
Originaltext: SimCorp GmbH
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Pressekontakt:
SimCorp GmbH
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Assistant Director, SimCorp StrategyLab
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lfalkenberg@simcorpstrategylab.com
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